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Nach kürzester Bauzeit können wir bereits unser neue Hütte nutzen.

Innerhalb von nur sieben Wochen haben wir unser altes, durch den Zahn der Zeit und langjährige intensive Nutzung marode gewordenes Vereinsheim in ausnahmsloser geistiger, körperlicher und finanzieller Eigenleistung durch ein neues ersetzt .

Zwar sind noch einige Arbeitsgänge (in Abhängigkeit vom Wiedererstarken der Vereinskasse) vornehmlich im Innenbereich erforderlich, die Nutzbarkeit ist aber schon jetzt gegeben, wie ein Selbstversuch in Form einer internen Einweihungsfeier des Bautrupps am 20. Juli eindrucksvoll bewiesen hat.

Zum Ablauf der Ereignisse hier der Bericht eines „Mittäters“:
Rein sachlich lässt sich der „Gang der Dinge“ zunächst einmal in 8 Phasen unterteilen:

1. VORPLANUNG (ab dem Jahr 2005): Gebäudekonzept (Küche, `Loggia`, Versammlungsraum), Finanzierung, Behördengänge, Grundstücksfragen, Zusammenstellen einer Bautruppe

2. ABRISS ALTBAU (ab Freitag, dem 1. Juni 2007): Entkernung, Abbruch, Entfernung des Fundaments, Erhalt wieder verwendbarer Materialien, Entsorgung Restschutt

3. ERDARBEITEN ( ab Montag, dem11. Juni) : Anlage eines Betonfundamentes, Versorgungsleitungen, Drainage

4. ERRICHTUNG DES ROHBAUS (ab Montag, dem 25. Juni): Erstellung einer Holzrahmenkonstruktion, Dacheindeckung

5. WEITERER AUSBAU DER GRUNDSTRUKTUR (INNEN UND AUSSEN) (ab Montag, dem 2. Juli): Einbringen von Wärmeschutz in Wände und Decke, Verkleidung derselben außen (Stülpschalung) und innen (Nut- und Feder), Einbau von 8 Metallfenstern, Verlegung von Stromkabeln, Wasserleitung etc;

6. INNENEINRICHTUNG (ab dem Augenblick, in dem die Vereinskasse wieder liquide ist)

7. AUSSENANLAGE (ab Dienstag, dem 17. Juli): Ausbau der alten Bepflasterung vor dem Haus und Wiedereinbau auf geändertem Niveau, Neuanstrich und Renovierung des benachbarten Toilettenwagens

8. ABNAHME (intern Schritt für Schritt, offiziell nach endgültiger Fertigstellung)

Soweit der bisherige äußere Ablauf der Maßnahme. Der Bericht wäre aber als Auflistung eines Routineprozesses gegenstandslos, wenn er nicht die menschliche Seite, das erstaunliche Engagement aller Projektbeteiligten würdigte. Auf dieser Ebene ist zuerst der unermüdliche, zielstrebige und fast pausenlose Einsatz unseres Vereinsvorsitzenden Hans Conrad ins Blickfeld zu rücken, der sich in Verbindung mit dem erweiterten Vorstand schon in der Phase 1 (siehe oben) abgerackert hatte und Wechselbäder von Hoffnungen und Enttäuschungen über sich ergehen lassen musste, bevor auch nur ein Hammer geschwungen wurde.

Ein erster Lohn für seine trotz so mancher Widerstände unbeirrbaren und umfassenden Vorarbeiten wurde ihm zu seiner großen Freude zuteil, als er feststellen konnte, dass alle von ihm aus dem Kreis der Vereinsmitglieder angesprochenen potentiellen Helfer bei der Realisierung des Vorhabens sich spontan bereit zeigten. Da aktive Teilnahme von Vereinsangehörigen am Vereinsleben allgemein häufig auf die Unterschrift zur Einwilligung des Bankeinzuges des Mitgliedsbeitrages beschränkt ist, war die hier erlebte andersartige Reaktion bereits ein ermutigendes Zeichen. Allerdings darf dabei die Geschicklichkeit unseres Vorsitzenden nicht außer Acht gelassen werden! „Würden Sie eventuell beim Abriss unseres alten Vereinshauses mithelfen?" lautete im persönlichen Fall die Anfrage. Bei der bald danach anberaumten Vorbesprechung hieß es dann nur noch: „Ich habe mir die Durchführung des Neubauprojektes im Einzelnen folgendermaßen vorgestellt….". Damit war, wie es hierzulande so schön heißt, alles geschwätzt. Wer würde wegen einer so geringfügigen Ausweitung des ursprünglichen Ansinnens noch irgendwelche Worte machen?

Im Bautrupp - wegen der leichteren und größeren zeitlichen Verfügbarkeit waren überwiegend Ruheständler angesprochen worden - bekundeten alle große Einsatzbereitschaft, viele verfügten über beachtliches Heimwerkergeschick und einige konnten sogar baufachliche Berufserfahrungen einbringen. Bei Letzteren fand der unter anderem als Bauleiter fungierende Vereinsvorsitzende kompetenten Rat, wenn von Tag zu Tag Details beim Fortgang der Arbeiten vor Ort zu klären waren, meistens technischer, manchmal aber auch ästhetischer Natur.

Alle Helfer rückten mit Werkzeugen aus ihrem Heimwerkerfundus an. Die von den Experten im Team bereitgestellten Geräte (z.B. Kreis- und Kappsäge, Rüttelmaschine, unterschiedliche Bohr- und Schleifmaschinen etc.) erwiesen sich in ihrer professionellen Qualität als besonders hilfreich und kräftesparend. Gleichwohl stand Handarbeit bei Weitem im Vordergrund, beginnend bei den Erdarbeiten bis hin zur letzten Schraube. Lediglich der Beton wurde über ein Förderband an seine Bestimmungsorte geleitet. Ansonsten hieß es, verallgemeinernd ausgedrückt, „Schipp, schipp, hurra!", und das ohne Murren.

Die Moral der Truppe sank auch nicht, wenn es immer wieder heftig regnete und bisweilen, besonders vor der Dacheindeckung, das Unterhemd nass am Körper klebte und Schlamm die Gummistiefel schwer werden ließ. Was soll's? Sie sank aber auch deswegen nicht, weil der Vereinsvorsitzende es regelmäßig verstand, die Mannen vom Bau im rechten Augenblick vor innerer Austrocknung zu bewahren.

Als weiterer positiver Aspekt des Arbeitsablaufes im Freiwilligenteam sind ein paar unprofessionelle Vorgänge zu benennen: Es gab keine leeren Versprechungen, wie z.B. die in vielen Branchen übliche Standardlüge „Ich rufe Sie morgen zurück". Einmal getroffene Abmachungen wurden einfach eingehalten. Auch wurde - ganz untypisch für nicht private Bauvorhaben - der ursprüngliche Kostenansatz nur unwesentlich überschritten. Schuld für selbst zu verantwortende Mängel wurde nicht Dritten zugeschoben. Und - siehe oben – die Zielvorgabe der Maßnahme wurde ohne ärgerliche Unterbrechungen zügig erreicht. Insofern also eine untypische, aber gerade deswegen liebenswerte Baustelle. Liebenswert ferner auch, weil die baulich bewanderten Teammitglieder sich den weniger kundigen Helfern gegenüber stets nachsichtig und zu fachkundiger Anleitung bereit erwiesen.

Es wäre schön, wenn bei künftigen Nutzern des neuen Heimes und ihren Gästen noch ein wenig spürbar bliebe von der Entschlossenheit seiner Planer und Erbauer, etwas zumindest ansatzweise Anheimelndes wie zugleich auch Zweckdienliches zusammenzubasteln und damit dem Vereinsleben hoffentlich einen neuen Impuls zu geben.

Eine erste interne Abnahme des Neubaus fand, wie bereits oben erwähnt, am 20. Juli statt, als sich ein Kreis von Bauaktiven mit weiblichem Anhang darin zu einer Art verspätetem Richtfest zusammenfand und die Eignung der neuen Räumlichkeiten für fröhliche Feiern erstmals erfolgreich erprobte. Da bis zur endgültigen Fertigstellung noch einige Handgriffe erforderlich bleiben, steht zu vermuten, dass es noch eine Reihe weiterer Testphasen geben wird, bevor auch von Seiten der Behörde das letztendliche Placet erbeten wird.

Zum Schluss eine Auflistung der an Planung und Bauausführung aktiv beteiligten Vereinsmitglieder:

  • Günter Fassbender,
  • Iwer Rosenboom,
  • Bernd Müller,
  • Herbert Schaumburger,
  • Klaus Linn,
  • Horst Reitnauer,
  • Karl Kühn,
  • Alfred Mörz,
  • Hans Loris,
  • Manfred Wagner,
  • Jürgen Kroh,
  • Peter Kanzlirsch,
  • Hans Franzen,
  • Jakob Zwezich,
  • Rudi Walter,
  • Horst Simon,
  • Peter Drewitzki,
  • Hans Conrad.
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 18. Oktober 2008 um 20:34 Uhr
 

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