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Obstbauverein Wattweiler kämpft gegen den Frostspanner

590 Mitglieder zählt der Obstbauverein in Wattweiler, der sich vor allem dem Naturschutz verschrieben hat. Vögel sollen, so der Vorsitzende Hans Conrad,die chemische Schädlingsbekämpfung ersetzen.

Wattweiler. Eine Landschaft ohne Obstbäume ist für viele Menschen unvorstellbar. Viele Obst-
und Gartenbauvereine sorgen für den Erhalt der zahlreichen Streuobstwiesen, die unter anderem auch typisch für die Region Südwestpfalz sind. Einer davon ist der Obstbauverein inWattweiler, der 1910 gegründet wurde.

Der 590 Mitglieder zählende Verein hat unter anderem auch einen eigenen Garten, iridem gefeiert und gespielt werden kann. "Vor einigen Jahren wurde das alte Milchhäuschen in der Ortsmitte zu einer Kelter umgebaut", erklärt der Vorsitzende Hans Conrad (Foto: nob) in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur.


Der 590 Mitglieder zählende Verein hat unter anderem auch einen eigenen Garten, iridem gefeiert und gespielt werden kann. "Vor einigen Jahren wurde das alte Milchhäuschen in der Ortsmitte zu einer Kelter umgebaut", erklärt der Vorsitzende Hans Conrad (Foto: nob) in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. Dort wird für die Mitglieder Apfelsaft gepresst. Damit die Apfe.1ernte gut ausfällt, werden von Marcus Gaub jährlich Schnitt und Veredelungskurse abgehalten. Im vergangenen Jahr wurden rund 17 000 Liter Apfelsaft gekeltert. Da es in Wattweilernicht so viel Obst. gab, musste hauptsächlich auf Lieferungen der auswärtigen Mitglieder zurückgegriffen werden. Auch in diesem Jahr erwartet Conrad nur eine sehr geringe Ernte: "Ich rechne mit Verlusten bis zu 60 Prozent." Schuld an dieser Misere sei der Frostspanner, eine kleine Raupe, die die Fruchtknospen und Blätter der Bäume zerstört. Chemische Schädlingsbekämpfung ist allerdings in Wattweiler verpönt. "Wir haben uns dem Naturschutz verschrieben", betont der Vereinschef. Eine eigene Abteilung hierfür gibt es bereits seit den Gründungstagen. Sie erkannte den Vogelschutz als eine Maßnahme, um Schädlinge im Garten zu bekämpfen, und empfiehlt den
Mitgliedern, Vogelnistkästen zu bauen, statt mit chemischen Mitteln zu spritzen.

Eine Mitgliedschaft im Obstbauverein biete viele Vorteile: So würden gegen eine geringe Gebühr auch Geräte und Maschinen ausgeliehen. "Wir haben unter anderem einen Mulchmäher und
Freischneider", sagt Conrad. Außerdem werde gemeinsam Saat gut bestellt. Neben Äpfeln, Birnen, Kirschen und Pfirsichen soll in Wattweiler künftig auch Wein angebaut werden. Der Verein will Ortsvorsteher Jürgen Kroh bei der Anlage eines kleinen Wingerts behilflich sein. "Anschließend könnten für die Pflege des Wingerts einzelne Patenschaften abgeschlossen werden", schlägt
der Vereinschefvor.

-nob-
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 18. Oktober 2008 um 20:53 Uhr
 

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